Ein kleiner Augenblick für Dich, um kurz inne zu halten.

 

Schön, dass Du hier bist. Bevor Dein Alltag Dich wieder einholt, lade ich Dich ein, für einen kurzen Moment ganz bei Dir anzukommen.

Nimm einen tiefen Atemzug und komme ganz bei Dir an. Verbinde Dich mit Erde, Himmel und Deinem tiefen, inneren Wissen.

Körperwahrnehmung

Schließe, wenn Du magst, für einen Augenblick die Augen.

Nimm einen tiefen Atemzug durch die Nase und atme mit einem weichen Seufzer durch den Mund wieder aus.                                 

(mehrmals wiederholen)  

Lass die Schultern nach unten sinken. Spüre die Unterlage, auf der Du gerade sitzt oder stehst. 

(Pause)

Spüre die Verbindung zur Erde unter Dir - Dein Fundament, das Dich immer trägt.

(Pause)                                                                                 

 

 

Die Verbindung zur Urkraft
Erinnere Dich an das Zitat vom Anfang: „Wer warst Du, bevor die Welt Dir sagte, wer Du sein sollst?“       

(Pause)                                                                                                                           

In diesem Moment gibt es nichts zu tun, nichts zu leisten und niemanden zu beeindrucken. Du darfst einfach nur sein.    Spüre die sanfte Kraft in Deinem Inneren – Deine Urkraft. Sie ist immer da, ganz still, ganz geduldig.

(Pause solange Du magst) 

 

Abschluss
Nimm dieses Gefühl der Ruhe mit in Deinen Tag. 

Atme noch einmal tief durch ... und öffne in Deinem Tempo wieder die Augen.

 

 

 

Das Lied des silbernen Fadens

Eine Geschichte über die Weisheit der Erneuerung

Ein Bild von Paula Nicho Cùmez: MayaFrau beim Spinnen - vielleicht die Götinn Ixchel beim Weben.

Es war einmal eine Zeit, in der die Menschen vergaßen, der Erde zuzuhören. Sie ängstigten sich vor der Dunkelheit des Winters und dem Vergehen der Blumen. Da erschien die Große Göttin in der Gestalt einer alten, weisen Weberin am Rande eines tiefen, stillen Sees. In ihren Händen hielt sie eine Spindel aus reinem Mondlicht und spann einen endlosen, silbernen Faden.

Das Netz des Lebens
Ein junges Mädchen, das sich im Wald verirrt hatte, fand die Göttin und fragte: „Große Mutter, warum lässt du die Schönheit des Sommers vergehen? Warum muss alles sterben, was wir lieben?“
Die Göttin hielt inne und lächelte. Sie deutete auf das Netz, das sie zwischen den Zweigen einer alten Eiche gewebt hatte. „Siehst du diesen Faden?“, fragte sie. 

„Er hat keinen Anfang und kein Ende. Wenn eine Blume verblüht, schüttet sie ihre Samen in meinen Schoß. Dort, in der tiefen, dunklen Erde, hütet meine Liebe sie wie einen Schatz.“

Die Ruhe vor dem Erwachen
Sie erklärte dem Mädchen, dass die Dunkelheit nicht das Ende ist, sondern die Wiege für das Neue. So wie die Sonne jeden Abend im Meer versinkt, um am nächsten Morgen mit neuer Kraft aufzugehen, so brauchen auch die Pflanzen und die Seelen der Menschen die Stille, um zu wachsen.
„Ich bin die Hüterin der Schwelle“, sprach die Göttin. „Ich bin der Regen, der den Durst der Erde stillt, und der Wind, der die alten Blätter fortträgt, damit Platz für die jungen Knospen wird. Wer keine Angst vor der Nacht hat, wird das Leuchten der Sterne erst richtig verstehen.“

Der Funke in uns
Zum Abschied gab die Göttin dem Mädchen einen kleinen, glänzenden Kieselstein. „Trage diesen Stein bei dir“, sagte sie. „Er ist ein Stück von mir. Wann immer du dich allein fühlst, erinnere dich: Du bist niemals getrennt von mir. Du atmest mit dem Rhythmus der Gezeiten, und dein Herz schlägt im Takt mit dem Herzschlag der Welt.“
Das Mädchen kehrte nach Hause zurück und hatte keine Angst mehr vor der Dunkelheit. Es wusste nun, dass die Große Göttin in jedem fallenden Blatt und in jedem ersten Sonnenstrahl des Frühlings zu finden ist.

 

„Heilung beginnt, wenn Du anfängst Dir selbst zu glauben und auf Deine innere Weisheit zu hören.“

 

Ich wünsche mir, dass auch Du diese Weisheit und die Erinnerung an den göttlichen Funken in Dir wiederfindest.

 

 

 

UR-Symbol vieler Kulturen

„Alles ist miteinander verbunden.“ – Leonardo da Vinci

Ein Bild der großen Göttin, verbunden mit den Mondphasen und der Blume des Lebens als Schöpfungssymbol

Die Blume des Lebens wurde weltweit in zahlreichen Kulturen entdeckt. Die ältesten Funde stammen aus dem alten Ägypten (Abydos), China, Indien, Mesopotamien sowie von den Aborigines und verschiedenen indigenen amerikanischen Völkern. Ähnliche Muster finden sich ebenso in Europa in keltischer Kunst und in alten Klöstern (z. B. auf Kreta) und Kirchen – als Zeichen für Vollkommenheit.Als kraftvolles Symbol der „Heiligen Geometrie“ steht es für Schöpfung, Harmonie und den „Goldenen Schnitt“. Sogar Leonardo da Vinci studierte die Blume des Lebens mit ihren kosmischen Gesetzmäßigkeitem.
 

Eine kleine Geschichte von der Blume des Lebens

von Annemarie Klee

Urmuster und Symbol vieler Kulturen. EIn Zeichen für Schöpfung, Harmonie und den „Goldenen Schnitt" der heiligen Geometrie.

Ganz tief mitten in der Mutter Erde schlummerte ein kleines Samenkorn und es dachte so bei sich, es wäre mal wieder an der Zeit, sich auf der Erde umzuschauen.
Kaum gedacht, kitzelten die warmen Sonnenstrahlen das kleine Samenkorn an der Nase und ließen es zur Erdoberfläche heranwachsen. Unter dem freien Himmel entfaltete sich die ganze (göttliche) Schönheit und Schwingung, die es vom Herzen des Samenkorns mitgebracht hatte, und ließ alle ringsumher aufhorchen.

„Hallo“, sagte die gerade zum Leben erweckte Blume freundlich. Voller Liebe begrüßte sie alle.
„Hallo“, erwiderten die anderen und schauten sie neugierig an.

 

Und je länger sie das Muster der Blüte betrachteten und dabei ihre Schwingung aufnahmen, umso mehr hatten sie das Gefühl, dass sie dadurch viel leichter und lebendiger wurden. Sie waren alle wie verzaubert, fühlten sich ganz wohl in Ihrer Nähe und erfreuten sich an der lebensbejahenden Schwingung, die ihre Herzen berührte.

„Du bist für uns die Blume des Lebens“, sagten sie, „weil Du uns mit Deiner Schwingung ganz viel Energie zum Leben gibst.“
„Ihr habt aber meine Schwingung nur aufnehmen können, weil Ihr sie in Euch habt“, sagte sie und bemerkte weiter: „Wisst Ihr es nicht mehr? Dieses Muster ist in allem, was je existierte, und in allem, was existiert. Jeder und alles trägt dieses Schwingungsmuster in sich – nicht nur die Natur. Auch die Tiere und natürlich die Menschen. Es ist in jedem Stein und in jedem Haus, einfach in allem, was lebt und beseelt ist.“

Plötzlich erinnerten und fühlten sie diese Vertrautheit wieder in sich. „Beinahe hätten wir es vergessen, obwohl es immer da war.“
„Aber das macht doch nichts“, rief die Blume. „Hauptsache Ihr habt es wieder und ich bin doch noch rechtzeitig gekommen. Oder habt Ihr mich vielleicht sogar gerufen? Oder waren es die Menschen, die mich riefen? Dann ist es besonders wichtig, den Menschen, die in ihrer hektischen, selbstbegrenzenden Welt kaum noch Zeit zur Besinnung finden, wieder auf einen Weg der geistigen Freiheit zu verhelfen. Auch sie sollen die uralte Wahrheit in sich wiederentdecken und erfahren, dass alles Leben aus demselben Bauplan entspringt: Der intelligenten Kraft, die manche Gott nennen. Wenn die Menschen ihr Herz öffnen und die Schwingung empfangen, die im Einklang mit der Natur und der universellen göttlichen Ordnung steht, dann würden auch sie wieder erkennen: Nichts anderes als Liebe kannst Du sein und nichts anderes als Liebe kannst Du geben. Nun ist mein Samen reif geworden und ich verteile ihn aus selbstloser Liebe großzügig wie die Natur auf Mutter Erde.“

„Du willst uns schon verlassen?“, fragten die anderen traurig.
„Aber schaut doch genau hin“, erwiderte die Blume. „Wenn ich gehe, dann kommen hundert neue Blumen des Lebens und schenken Euch das Gleiche, was ich Euch gab. In Wirklichkeit bin ich immer da – auch wenn Ihr mich nicht sehen könnt. Das habt Ihr jetzt doch gelernt. Wenn Ihr aus Liebe zu Euch selbst und mit Liebe zu Eurem Nächsten auch nur eine Blume des Lebens verschenkt, werdet Ihr es hundertfach zurückbekommen. Das entspricht dem kosmischen Gesetz. Und der, der die Blume erhält, wird sich wieder erinnern, dass das, was er sucht, schon immer bei ihm war und ist.“

Dann lauschen wir gemeinsam, wie es aus der Ferne klingt:
„DANKE, liebe BLUME DES LEBENS, dass Du einfach nur bist!“

 

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